Havelberg - Dömitz

HoKo on Tour 2017 
zurück zurück Die Elbe nahm uns bei dem windigen Wetter mit kurzen Wellen und somit ruppigem Wasser in Empfang. Trotzdem war es eine entspannte Fahrt bis Wittenberge (bitte nicht mit der Lutherstadt Wittenberg verwechseln) unser heutiges Etappenziel. Wir fanden in dem kleinen Sportboothafen noch gute Liegeplätze und entschieden uns, für zwei Tage zu bleiben. Morgen war nämlich Herrentag - auch als Vatertag bekannt - und wir kennen ja alle die gute, alte Tradition der vornehmlich jungen, unverheirateten, kinderlosen Männer, diesen Tag mit reichlich Alkohol zu feiern. Und auf dem Wasser wollten wir diesen dann vor Unternehmenslust kraftstrotzenden Männern nicht begegnen.  Der Hafenmeister war bald gefunden, das Hafengeld bezahlt und wir begannen, die Stadt ein bisschen zu erkunden. Bei unserem Weg durch die Altstadt besichtigten wir das gotische Steintor mit dem Torwächterhaus, das Rathaus der Stadt sowie den bekannten Singer Uhrenturm (Singer war früher, auch in der ehemaligen DDR, ein sehr bekannter und erfolgreicher Nähmaschinenhersteller) und die Alte Ölmühle. Hier ist ein Hotel mit Restaurant und Freizeitgelände entstanden, und hier war für den Herrentag eine entsprechende Veranstaltung mit Getränken, Musik und Tanz geplant.    Am Herrentag haben wir es uns dann in dem Hotel, in dem auch eine Brauerei angesiedelt ist, gut gehen lassen. Bei einer Bierprobe, es gab vier verschiedene Biersorten aus der Brauerei zu kosten, hat jeder seine Sorte gefunden, von der es dann im Laufe des Tages ein paar Gläser zu tilgen galt. Das gute Essen im Restaurant war dabei behilflich, dass die Bierchen nicht zu sehr in den Kopf stiegen. Allerdings machte die Kombination Bier / Essen auch ziemlich müde, sodass wir am frühen Nachmittag zur Erholung auf das Boot zurückzogen.  Morgens waren wir wieder alle fit und wir machten uns bei leichtem Wind und lediglich 16° Celsius auf den Weg nach Dömitz. Im Dömitzer Hafen, direkt am Panorama-Café gelegen, fanden wir noch zwei Liegeplätze für die kommenden zwei Tage. Den Rest des Tages nutzten wir, um unsere Vorräte aufzufüllen und die Festungsstadt Dömitz zu besuchen.  Sonnenstrahlen weckten uns am nächsten Tag. Der Himmel war strahlend blau und die Temperatur schon sehr angenehm. Das ideale Wetter um die wunderbare Natur zu genießen. Wir entschlossen uns, eine Radtour nach Hitzacker zu machen. Der Elbe-Radweg ist sehr empfehlenswert, auf gut ausgebauten Wegen geht es immer an der Elbe entlang durch eine herrliche Landschaft. Unterwegs kommt man an einigen Bauernhöfen vorbei, die zu Kaffee und Kuchen einladen. Ein Angebot, das wir auf unserer Hintour jedoch nicht annehmen wollten.   Mit einer kleinen Fähre haben wir dann bei Herrenhof auf das andere Elbufer, direkt bei Hitzacker, übergesetzt. Zu Fuß haben wir dann die letzten Meter nach Hitzacker hinein geschafft. Die Stadt war von (Fahrrad-) Touristen förmlich übersät, es gab kaum Plätze an denen wir unsere Fahrräder abstellen konnten. Also wie zu Hause mit dem Auto: wild parken.  Anscheinend war hier gerade so etwas wie „Tag der offenen Tür“, denn es gab nicht nur Kaffee und Kuchen in den Gaststätten/Cafés sondern auch in manchen Handwerksbetrieben. So haben wir bei einem Schreiner, der anscheinend auch für die Herstellung von Särgen zuständig war, im Garten gegrillte Würstchen gegessen.  Anschließend machten wir uns am rechten Elbufer auf den Rückweg. Auch hier gab es gut ausgebaute Wege, jedoch machte sich trotzdem das Problem von Havelberg bemerkbar: unsere Hinterteile teilten uns deutlich mit, dass sie solche Strapazen über solch eine Dauer nicht gewohnt sind. Wir machten also viele kleine Pausen bis wir endlich wieder Dömitz erreichten. Das kurze Resümee dieses Tages war: schön aber anstrengend. Wie man sich denken kann, haben wir uns für den Rest des Tages nur noch ausgeruht.  Am nächsten Tag hatte niemand mehr Lust auf eine Radtour, aber Laufen konnten wir ja noch. Bei Sonne und viel Wärme machten  wir uns also auf den Weg zur Festung Dömitz, es waren ja nur wenige Kilometer. Der Weg führte an der alten Stadtmauer von Dömitz entlang und war von Bäumen gesäumt. Wir genossen den Schatten, den es war mittlerweile nicht mehr warm sondern heiß, die Meteorologen  sprechen dann nicht mehr von Sommertag sondern vom Hitzetag. Über die Festung selbst will ich hier gar nichts sagen. Ich habe schon viele gesehen und irgendwann sehen sie alle gleich aus, zumal sie ja auch alle den gleichen Zweck erfüllen. Sie unterscheiden sich dann oftmals nur durch ihren Erhaltungszustand.  Auf dem Rückweg haben wir dann in einem Märchen-Café Rast gemacht und beim selbstgebackenen Kuchen und Kaffee den verwilderten Garten bewundert. Gekrönt wurde diese Pause durch den älteren Mann, der uns den Kuchen anpries. Was und wie er erzählte, war wirklich „märchenhaft“.  Wieder im Hafen angekommen, haben wir uns die Landschaft noch aus dem Panorama-Café angesehen. Man hat eine fantastische Aussicht aus 40m Höhe auf Elbe und Elbtalauen. In der dem Café angeschlossenen Strandbar gab es auch noch Live-Musik. Zwar haben wir weder die Sonnenliegen am Strand noch einen Cocktail genossen, jedoch gefiel uns die Musik ganz gut, sie lud zum Tanzen ein.    Wir vier genossen noch diesen schönen Abend gemeinsam. Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege, da Karin und Wolfgang nun Brandenburg einen Besuch abstatten wollten, also durch die Dömitzer Schleuse fuhren. Wir schipperten jedoch die Elbe weiter stromabwärts gen Hamburg. zurück zurück