Prieros - Berlin 

HoKo on Tour 2018 
zurück zurück Der Winter war bald zu Ende, die Frühlingssonne setze sich immer öfter durch und Mitte April war es dann soweit: Skylge, unser Boot, erwachte aus dem Winterschlaf (eigentlich viel zu viel Prosa für: Skylge wurde ausgewintert). Motorwartung mit Ölwechsel war bereits gemacht, die Winterplane wurde durch die Sommerplane ersetzt, Wasser wurde gebunkert und „Boot putzen“ wurde auch zügig abgearbeitet.  Unsere erste Tour in 2018 stand an, die Fahrt vom Winterlager zum Sportverein in Berlin-Grünau, wo unsere Bootsfreunde ihren Liegeplatz haben. Bei strahlendem Sonnenschein verließen wir die Werft in Prieros und fuhren die Dahme hinunter in Richtung Berlin.  Die Schleuse Neue Mühle erwartete uns mit offenen Toren und so waren wir bereits nach 20 Minuten hinter der Schleuse. Das Jahr fing ja gut an, so konnte es weiter gehen.  Kaum 2 Stunden später hatten wir die Regattastrecke in Berlin bereits erreicht, bis zu unserem Ziel waren es nur noch ca. 4 Kilometer. Die Sonne versteckte sich nun hinter Wolken und am Ende der Regattastrecke fielen die ersten Tropfen. Ich hoffte nur, dass wir die letzten beiden Kilometer noch vor dem richtigen Regen schafften. Kurze Zeit später sahen wir den Hafen, leider aber auch immer dunklere Wolken. Pünktlich mit dem Erreichen des Hafens goss es dann wie aus Kübeln. Die paar Minuten, die wir zum Festmachen des Bootes brauchten, reichten aus, um bis auf die Haut nass zu werden.  In den nächsten Tagen bereiteten wir dann alles für die große Fahrt vor. Lebensmittel und Getränke wurden gebunkert, Kleidung für kalte und warme Tage wurde verstaut, letzte Funktionstests wurden durchgeführt (Funk, Navigation, Beleuchtung etc). Wir waren startklar. Der 1. Mai sollte unser Abfahrtstag werden.  Das Wetter meinte es ab der 2. Aprilhälfte sehr gut mit uns, die Temperaturen waren tagsüber schon sehr angenehm und die Nächte waren auch nicht mehr zu kalt. Außerdem hatte es seit unserer Ankunft in Grünau auch nicht mehr geregnet.  Ende April passierte dann das Malheur, ich brach mir einen Schneidezahn ab. Nun ja, mein Zahnarzt half mir zwar schnell, aber es waren doch mehrere Termine notwendig, so dass wir unsere Abfahrt auf den 9. Mai festlegten.  Die Tage bis zur Abfahrt vergingen schnell, das Wetter blieb – wie wir jetzt sagen können für mehrere Monate – stabil. Es regnete gar nicht mehr. Die Oder meldete (Anfang Mai!) mittlerweile nur noch eine Fahrrinnentiefe von 1 Meter. Dies war für unsere Schiffe zu wenig, die Oder war damit für uns nicht mehr befahrbar! Unsere Planung war somit hinfällig. Wir entschlossen uns deshalb, den „üblichen“ Weg von Berlin zur Ostsee zu nehmen, d.h. durch Berlin zur Havel, über den Oder-Havel-Kanal zur Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstrasse, die zur Westoder (und damit zur „Haupt-“ Oder) führt. zurück zurück