Gravelotte - Anklam 

HoKo on Tour 2018 
zurück zurück Am nächsten Morgen strahlte die Sonne wieder von einem blauen Himmel. Das Unwetter hatte zwar viel Regen gebracht, aber keine Schäden hinterlassen.  In den darauffolgenden Tagen erforschten wie die nähere Umgebung. Gisela und Karin – wir waren ja mit den Bootsfreunden unterwegs – sammelten Holunderblüten und machten daraus Sirup. Mit dem Säubern der Blüten hatten sie dabei zuerst einige Probleme. Es blieben doch noch ziemlich viele kleine, schwarze Tierchen nach dem Sieben zurück, hier mussten sie die Blüten mehrfach waschen. Das Ergebnis konnte sich aber sehen (besser: schmecken) lassen, der Sirup mit Wasser aufgefüllt war erfrischend lecker.  In der Nähe von Gravelotte kauften wir bei einem Hofladen Leberwurst und Bratwurst vom Wildschwein. Die Leberwurst auf Brot war lecker und die frisch gegrillten Bratwürste waren köstlich.  Weitere Strecken legten wir mit den Fahrrädern zurück. Eine Tour führte uns nach Kummerow mit dem Schloss und einem Hafen. Hier muss wohl noch einige Zeit vergehen, bis sich eine Besichtigung des Schlosses lohnt. Im Gegensatz dazu ist ein Besuch der Aalbude empfehlenswert. Der servierte Fisch war hervorragend und ein leckeres Ducksteiner Bier ist auch nicht zu verachten.  Nach ein paar Tagen überquerten wir dann den See und liefen den kleinen Hafen in Salem an. Nun war die westliche Seite des Sees Ziel unserer Radtouren. Bei einer Tour streikte dann die Steuerung meines E-Bikes, von nun an hatte ich nur noch ein schweres Klapprad mit Gangschaltung. Da die Umgebung des Kummerower Sees reichlich hügelig ist, kann man sicherlich verstehen, dass für mich Radtouren jetzt kein Thema mehr waren.  Bei Google Maps hatte ich gesehen, dass in der Nähe des Hafens eine Eisdiele war. Wir machten uns also zu Fuß auf den Weg und fanden die Eisdiele nicht. Also noch mal gegoogelt und mich vergewissert, an der richtigen Adresse zu sein. Die Adresse stimmte. Ich bin dann einfach auf das Grundstück gegangen und hörte auch schon ein Stimmendurcheinander. Eine Frau kam auf mich zu. Als ich zu ihr sagte, dass wir ein Eis essen möchten, sah sie mich ganz erstaunt an. Hier gäbe es kein Eis, sagte sie. Man feiere hier gerade Geburtstag. Ich holte mein Handy heraus und zeigte ihr das Google-Ergebnis. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und meinte: „Die Eisdiele haben wir schon seit 20 Jahren nicht mehr.“ Ich entschuldigte mich für mein Stören und wir gingen zum Hafen zurück. Ja, das Internet vergisst nichts und auch Google weiß nicht alles.  Im Hafen gab es übrigens ein wundervolles Kunstwerk. Hier hatte ein Künstler aus einem Baumstamm eine Frau geschaffen, die nun auf den See hinausblickte. Im Laufe der Jahre und der schönen, trockenen Sommer, hat die Sonne ihren Teil zum Kunstwerk beigetragen. Holz arbeitet ja bekanntlich und hier hat es richtig gearbeitet, wie man an dem Foto sehen kann. Die deutlich erkennbare Ritze am verlängerten Rücken ist so ein Naturprodukt.  Da die Peene für uns so etwas wie eine Einbahnstraße war, machten wir uns bald wieder auf den Rückweg. Diesmal übernachteten wir in Demmin und erreichten einen Tag später wieder Anklam, wo wir erneut beim Motosportclub anlegten. In Anklam hatte ich einen Fahrradhändler gegoogelt – den gab es auch immer noch – der mir die Steuerung meines E-Bikes ersetzte.  Eingangs hatte ich erwähnt, dass die Peene auch Amazonas des Nordens genannt wird. Die Artenvielfalt des Amazonas wird natürlich nicht erreicht, wir konnten aber doch viele verschiedene Tiere in der freien Natur bewundern. Wir sahen unter anderem: Biber, Fischadler, sehr viele Schwalben, Gänse, Enten, Silberreiher, Graureiher und Fischreiher. Glücklicherweise nur sehr wenig Mücken und sonstiges Getier. zurück zurück