Anklam - Neuendorf / Hiddensee 

HoKo on Tour 2018 
zurück zurück Wir verließen den Motorsportclub kurz vor Öffnung der Anklamer Bahnbrücke und nahmen Kurs auf Wolgast. Es war kaum bewölkt, warm und fast windstill. Nach 4 Stunden ruhiger Fahrt legten wir in Wolgast an der Kaimauer an und verbrachten hier die Nacht.  Weiter ging es nächsten Tag bis zur Marina Kröslin, es war nur ein kurzer Trip bei schönem Wetter mit schwachem Nordwind. Da für den kommenden Tag vom Deutschen Wetterdienst starker Nordwind vorhergesagt wurde, entschlossen wir uns, in der Marina auf besseres Wetter zu warten. Starker Nordwind war das Schlechteste was wir im Greifswalder Bodden gebrauchen konnten. Wir nutzten den Tag dann, um mit der Fähre nach Peenemünde zu fahren und uns das Gebiet um den Hafen anzusehen.  Zwei Tage später verabschiedeten wir uns von der Marina Kröslin. Der Wetterdienst hatte Westwind der Stärke 3 angekündigt, die Welle würde also während der meisten Zeit direkt von vorne kommen. Wir waren früh wach und fuhren bereits um 5:40 Uhr los. Die Sonne schien schon, aber es war mit nur 10 Grad noch frisch. Der Wind war nur leicht zu spüren. Je näher wir dem offenen Meer kamen, desto mehr spürten wir den Wind. Die Wellen wurden nun höher und kamen genau querab, wir schaukelten also etwas. Jedoch nur für kurze Zeit, dann konnten wir im Fahrwasser nach backbord (also links) abbiegen. Jetzt kamen Wind und Wellen genau von vorne, das Schaukeln war vorbei und die Fahrt wurde angenehmer. Obwohl wir mittlerweile bis zu 1m Wellen hatten, meinte selbst Gisela, dass die Fahrt bei diesen Bedingungen in Ordnung sei.  Kur vor 11:00 Uhr erreichten wir den Yachthafen Stralsund. Es gab um diese Zeit noch viele freie Liegeplätze und wir suchten uns einen Platz ziemlich nah an der Mole, um gegen den Wind geschützt zu sein.  Stralsund mit seiner schönen Altstadt kennen wir von früher schon ganz gut. Wir sind zum Marktplatz gegangen und haben dort eine Kaffeepause eingelegt. Anschließend wollten die Damen shoppen, ich habe die Zeit benutzt, um nach längerer Zeit mal wieder einen Frisör aufzusuchen.  Das Wetter in den nächsten Tagen wurde immer schlechter: sehr windig bis stürmisch (in Böen bis 8 Beaufort), kühl und gelegentliche Regenschauer. Wir nutzen aus, dass wir genug Zeit hatten, um dieses Wetter auszusitzen. Wir besuchten das Meereskundemuseum, das Ozeaneum, die Gorch Fock, eine Ausstellung zum Weltkulturerbe „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“ und die Altstadt selbst. Während dieser Zeit besserte sich das Wetter dahingehend, dass es wärmer wurde und nur noch selten regnete. Der Wind, der blies immer noch kräftig.  Abends wollten wir fernsehen, jedoch erlebten wir hierbei eine Überraschung. Unsere schöne, neue Satelliten-Anlage zeigte nur einen schwarzen Bildschirm und gab auch keinen Ton von sich. Der Satellit sollte am östlichen Horizont stehen. Als ich in dieser Richtung schaute, sah ich nur viele Segelboote, die in den Boxen neben uns lagen. Fußball gucken (WM!) war auf unserem Boot nicht möglich, also rüber zu unseren Bootsfreunden. Sie hatten noch eine DVB-T-Antenne und damit guten Empfang (WM gucken war also gesichert).  Am nächsten Morgen habe ich erst mal geforscht, warum wir keinen Empfang hatten. Sollten die Masten der neben uns liegenden Segelboote den Empfang derart stören? Also die Leinen unseres Bootes losgemacht und das Boot zum Teil aus der Box geschoben. So konnte ich zwar nicht liegen bleiben, aber zur Fehleranalyse ging es. Den Fernseher eingeschaltet und wir hatten ein einwandfreies Bild mit Ton. Es hatte also den Anschein, als ob die Masten der Segelboote genau den Blick auf den Satelliten verstellen. Um die Mittagszeit hatten die meisten Segler den Hafen verlassen und ich machte noch die Probe. Fernseher eingeschaltet und das Bild war einwandfrei. Also, die Segler waren Schuld.  6 Tage blieben wir letztendlich in Stralsund, bis die Wettervorhersage endlich unseren Wünschen entsprach: weder Regen noch Sturm war zu erwarten, statt dessen Sonne mit wieder steigenden Temperaturen. Die Vorratskammern waren aufgefüllt, denn wir wollten mindestens zwei Wochen bleiben, und wir machten uns auf den Weg nach Neuendorf/Hiddensee.  Immer auf das zum Teil schmale Fahrwasser achtend erreichten wir nach fast 3 Stunden den kleinen Hafen von Neuendorf. Einmal von links nach rechts geschaut und es war klar, der Hafen war voll, es gab keine freie Anlegestelle. Unser Bootsfreund rief beim Hafenmeister an und der meinte, wir sollten uns vorläufig im angrenzenden Fischereihafen unter dem Kran an die Kaimauer legen. Kaum waren wir im Fischereihafen, sah ich, wie ein Segler seinen Platz im Yachthafen verließ. Schnell bin ich zurückgefahren und habe den Liegeplatz eingenommen. Eine Stunde später hatte auch unser Bootsfreund einen regulären Liegeplatz ergattert. zurück zurück