Krummin - Świnoujście (Swinemünde)

HoKo on Tour 2018 
zurück zurück Die Hafenanlage in Krummin machte einen sehr ordentlichen, sauberen Eindruck. Das Sanitärgebäude war wirklich vom Feinsten, 4-Sterne dafür waren ok. Außer einem kleinen Verwaltungsgebäude gab es keine weiteren Häuser, das ganze Hafenleben spielte sich auf der gepflegten, nicht-überdachten Hafenterrasse ab. Bei schlechtem Wetter werden Zelte aufgestellt, was wir jedoch nicht erlebt haben. Wir hatten drei Tage Sonne pur. Abends wurde auf der Hafenterrasse gegrillt. Wir aßen SpareRibs und Süsskartoffel-Pommes, dazu gab es Störtebecker Weizen (wieder alkoholfrei!). Beides war lecker.  Krummin entpuppte sich als sehr kleines Dorf mit weniger als 300 Einwohner. Wenn der Hafen voll ist, gibt es vermutlich mehr Besucher als Einwohner. Da hier auch viele Radwanderer vorbeikommen, ist es nicht verwunderlich, dass es zwei gastronomische Einrichtungen im Dorf gibt.  Die „Naschkatze“ ist ein uriges Garten-Café mit Selbstbedienung. Der große Garten ist verwinkelt mit vielen Sitzgelegenheiten. Es war hier immer voll, wir haben jedoch immer einen Platz gefunden. Kaffee und selbstgebackener Kuchen waren tadellos.  Der „Pferdestall“ ist ebenfalls ein idyllisches Gartenlokal, zusätzlich gibt es aber auch noch ein festes Gebäude. Hier haben wir das selbstgemachte Eis probiert und wurden nicht enttäuscht.  Unser Fazit für Krummin: ein sehr gepflegter Hafen in einer schönen Landschaft, wir werden ihn sicherlich noch einmal anlaufen. Passend zum 4-Sterne-Anspruch waren auch die Liegegebühren. Nicht preiswert, aber auch nicht überteuert.    Nach drei Tagen verließen wir Krummin. Die Wetterfrösche hatten nur schwachen Wind vorhergesagt. Wir wollten dies nutzen, um über das Haff nach Mönkebude zu fahren. Die Nadel unserer Tankanzeige näherte sich nämlich langsam dem letzten Viertel und in Mönkebude gab es eine Bootstankstelle.  Der Wind war kaum wahrnehmbar und es war schwül-warm, das Haff lag absolut glatt vor uns, keinerlei Welle war zu bemerken. Die Fahrt durch den Peenestrom, besser gesagt der Fahrtwind, machte das Wetter aber erträglich. Bald erreichten wir das Haff. Immer in der Fahrrinne bleibend erreichten wir den Punkt, wo wir steuerbords nach Mönkebude abbiegen mussten. Es war noch relativ früh und das Wetter ideal, sollten wir das nicht ausnutzen? Wie weit war es noch bis Swinemünde? Die Fahrt von Mönkebude nach Swinemünde war ja schon geplant, diese Dauer kannte ich. Kurze Rechnung und die Entscheidung fiel: Mönkebude entfällt, es geht nach Swinemünde.  Ohne Probleme erreichten wir nach um 17:15 Uhr nach insgesamt 7:32 Stunden Fahrt wieder „unseren“ Hafen in Swinemünde. Um diese Zeit war der Hafen schon ziemlich voll, wir fanden jedoch noch eine freie Box. Zufrieden ließen wir den Tag bei einer Fisch-Soljanka und einem Radler ausklingen.  Unser zweiter Besuch in Swinemünde dauerte insgesamt 12 Tage. Die ersten 5 Tage waren sehr heiß, dann wurde es wieder erträglich, aber auch windiger. Regen war, wie schon den ganzen Sommer, wieder die Ausnahme.  Wir haben in dieser Zeit viel mit dem Fahrrad unternommen. Die weiteste Tour führte uns nach Kamminke (Stettiner Haff, Deutschland). Die Fahrradwege auf polnischer Seite, also in Swinemünde, waren hervorragend. Auf deutscher Seite glänzten sie durch Abwesenheit, dafür gab es Kopfsteinpflaster in Kamminke. Als wir den Hafen sahen beglückwünschten wir uns, dass wir ihn nicht mit dem Boot angefahren sind. Etwas derart Trostloses sieht man nicht häufig. Was man hier von Touristen hält, kann man vielleicht dem nebenstehenden Bild entnehmen.  An der deutsch-polnischen-Grenze in Ahlbeck lud das 5. Sand-skulpturen Festival Usedom zur Ausstellung „Welt des Kinos“ ein. Ich hatte gar keine Lust mir Sandhaufen anzusehen, Gisela musste mich richtig überreden. Als ich dann die ersten Sandhaufen sah, war ich über Giselas Überredungskünste froh. Die Sandhaufen entpuppten sich als wahre Schönheiten. Ich habe viele Bilder gemacht (in der Galerie zu sehen).  Die Fahrt zur linksseitigen Mole in Swinemünde war dann eine Mischung aus Radtour und Spaziergang. Gut zu fahrende Feldwege wurden bald durch viel Sand abgelöst. Wir stellten deshalb die Räder ab und gingen bis zur Windmühle an der Spitze der Mole zu Fuß. Auf dem Rückweg haben wir dann im Restaurant beim Fort Zachodni eine Rast eingelegt. Das Essen sah nicht nur gut aus, es schmeckte auch vorzüglich. Ungewohnt für uns war die Größe der Portionen, es war ein Mittag-Nachmittag-Abendessen in einer Mahlzeit. Für den Rest des Tages waren wir einfach nur noch satt und zufrieden.  Die Swinemünder Altstadt ist von der Strandpromenade durch den Stadtpark getrennt. Hier gab es einige Cafés, wo man entspannt sitzen und dabei das bunte Treiben beobachten konnte. Es war nicht so voll, wie an der Promenade, und es liefen nicht nur Touristen sondern auch Swinemünder herum.  Die Strandpromenade haben wir des Öfteren spätnachmittags besucht. Im Kurhaus gab es fast täglich musikalische Darbietungen. Einige waren sehr ansprechend, einige aber auch beleidigend für die Ohren. Die Straßenmusiker haben uns oftmals besser gefallen, speziell ein Blues-Duo hörte sich sehr gut an. Schöne Musik hören und dabei ein Eis schlecken, so ließ es sich gut aushalten.  Direkt neben dem Hafenbecken war ein Stellplatz für Wohnmobile, der sich im Laufe der ersten Woche immer mehr füllte. Grund war vermutlich die anstehende Internationale Segelwoche in Świnoujście. Wir sahen, wie große Lautsprecher aufgebaut wurden und befürchteten schon das Schlimmste für die Nacht. Es wurde auch gefeiert und gesungen, die Lautstärke war jedoch noch akzeptabel. Wir haben jedenfalls gut schlafen können. zurück zurück