Köpenick - Hannover

HoKo on Tour 2019 
zurück zurück Endlich war es so weit, heute sollte unser großer Törn beginnen. Die letzte Nacht hatten wir bereits auf dem Boot geschlafen, damit wir morgens direkt abfahren konnten.   Die Sonne schien und die Temperatur war bereits angenehm. Die in Sichtweite gelegene Tankstelle war leer, wir mussten ja noch Diesel bunkern, alles war also bestens. Schnell noch den Laptop mit der Navigations-Software anwerfen und die Leinen könnten gelöst werden. Ein kurzer Blick noch zum Bildschirm und ich traute meinen Augen nicht: auf dem Bildschirm war eine Fehlermeldung zu sehen, die Navigations-Software lief nicht. Gestern Abend hatte ich noch die letzten Updates installiert und das Programm lief einwandfrei, nun wollte es schon gar nicht mehr starten.  Über eine Stunde dauerte es, bis ich den Fehler lokalisiert hatte. Die Update-Installation hatte ich gestern als Administrator durchgeführt, nun war ich aber als normaler Benutzer am System angemeldet. Dies war tatsächlich der Grund für den Fehler, dessen Fehlermeldung zwar gut leserlich war, aber absolut nicht auf die Fehlerursache hinwies.  Nachdem ich mich dann als Administrator am System angemeldet hatte, lief die Software wieder einwandfrei und wir starteten in Richtung Tankstelle. Dort bunkerten wir 262 Liter Diesel, die beiden Tanks waren nun randvoll und unsere Reise begann.  Über Spree und Britzer-Zweigkanal erreichten wir bald die Schleuse Klein-Machnow im Teltowkanal. Der Schleusenwärter ließ uns geschlagene 2 Stunden warten, bevor wir endlich in die Schleuse einfahren durften. Entsprechend spät erreichten wir unser erstes Tagesziel, den Seesportclub in Ketzin, erst gegen 18 Uhr.  Die Nacht war ruhig und gut eingepackt schliefen wir tief und fest. Morgens war es dann doch noch ein bisschen frisch, unser Thermometer zeigte für die Nacht auch nur 1 (in Worten: ein) Grad Celsius als Tiefsttemperatur an. Dies war auch die geringste Temperatur während der ganzen Reise.  In den nächsten Tagen übernachteten wir in Genthin, Haldensleben, Sülfeld (Fallersleben) und erreichten dann Hannover-List, wo wir eine erste längere Pause einlegten. Es war eine ruhige Fahrt ohne jegliche Vorkommnisse. Die Schleusen waren alle innerhalb von 30 Minuten passiert, lediglich auf den Aufstieg in Hohenwarthe zum Mittellandkanal mussten wir 45 Minuten warten. Das Wetter war gnädig mit uns, denn der Regen war nur nachts zu hören, tagsüber war es fast durchgängig trocken bei Temperaturen um die 15 Grad Celsius.  In Hannover fuhren wir mit dem Bus in die City und „arbeiteten“ dort den Roten Faden ab, eine ca. 4,2 Km lange rote Linie auf den Gehwegen, die zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Hannovers führt. Sehr beeindruckend war die St. Aegidienkirche, von der nur die Fassade erhalten ist, und die alten Fachwerkhäuser. Dieses „Alt-Hannover“ hatte ich so nicht erwartet.  Eine Kurzmeldung für die Naturfreunde: unterwegs haben wir in Burg den ersten Kuckuck gehört, vor Haldensleben den ersten Storch seine Kreise ziehen und in Haldensleben Fledermäuse gesehen. zurück zurück Galerie Galerie Galerie Galerie